Arzneimittelwerbung mit „antiviraler“ Wirkung

Aktenzeichen: 1 HK O 9798/10, LG Nürnberg-Fürth
Datum: 20.11.2010

Die Bewerbung von Arzneimitteln, die zur Besserung von Beschwerden bei akuter Bronchitis zugelassen sind, mit der Behauptung einer „antiviralen“ Wirkung ist irreführend, sofern der Werbende den Nachweis, dass es hinreichende Erkenntnisse für eine derartige Wirkung der Arzneimittel bei an Bronchitis erkrankten Menschen gibt, schuldig bleibt. Allerdings ergibt sich eine Irreführung nicht bereits aus dem Umfang der Zulassung der Arzneimittel, da die arzneimittelrechtliche Zulassung nicht die Werbeaussagen zu therapeutischen Wirksamkeiten und Wirkungen begrenzt, die der Hersteller eines Arzneimittels treffen darf.

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