OLG Köln: Zugabe von „Serviceartikeln“ (wie z.B. Kanülen) stellen keine unzulässige Zugabe zu Impfstoffen dar

Aktenzeichen: 6 U 95/2018
Datum: 09.09.2019

Es ist zulässig, wenn ein Apotheker Ärzten bei der Bestellung von mindestens 100 Impfstoffdosen diverse „Service-Artikel“ wie z. B. 100 Kanülen kostenlos anbietet.

Das Oberlandesgericht (OLG) Köln hat mit Urteil vom 7. Dezember 2018 (Az.: 6 U 95/2018) entschieden, dass bei einer Werbegabe im Wert von max. 0,8 % des Warenwertes ein relevanter Einfluss auf das Verordnungs- und Abgabeverhalten von Ärzten nach der allgemeinen Lebenserfahrung ausgeschlossen ist. Die Zugabe von „Serviceartikeln“ durch einen Apotheker an einen Arzt in Zusammenhang mit der Be-stellung von Impfstoffen stellt somit keine unzulässige Zuwendung dar.

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